Mit 18 in die eigene Wohnung
Endlich 18!
Nur noch ein Tag und dann ist es soweit: Endlich 18! Auf diesen Tag warten viele Teenager sehnsüchtig, denn er ist mit vielen Vorteilen verknüpft. Schlafsofas werden nicht nur zum Chillen benutzt, denn es gilt viel Neues zu erkunden. Das Leben hat endlich begonnen.
Es darf Auto gefahren werden, ohne immer die Eltern dabei zu haben. Einfach zur Tanke fahren und Alkohol holen - keine Sünde mehr. Es muss kein Fremder angequatscht werden, der dann Getränke wie Wodka oder Whiskey besorgt. Alle diese Probleme haben ein Ende. Das Ganze hört sich wirklich positiv an, wäre da nicht das Wörtchen "aber". Auf den jungen Erwachsenen kommen Pflichten zu, an die er sich zu halten hat. Das Gesetz wird strenger ausgelegt und kleinere Verstöße werden härter bestraft. Er darf zwar die ganze Nacht weggehen, doch bei einer Ordnungswidrigkeit drohen strenge Konsequenzen. Der Führerschein wurde nur auf Probezeit ausgestellt und wer sich mit einer Fahne erwischen lässt, hat ihn schnell wieder los. Je nach Schweregrad kann es einige Jahre dauern, bis der Lappen wieder da ist. Bestimmt wirkt sich dies auch nicht positiv auf den zukünftigen Job oder die Versicherung aus. Der junge Erwachsene hat ab dem 18. Lebensjahr höhere Kosten. Natürlich wollen die Eltern, dass der Sohnemann nun arbeiten geht. Er soll sein eigenes Geld verdienen und nicht mehr zu Lasten der Eltern wohnen. Eines Tages steht dann das ganz große Event an: Der Nachwuchs zieht aus!
Tag X steht an
Ein frisch Erwachsener will selbstständig sein und endlich einmal alleine leben. Er möchte nicht mehr die ganze Zeit von seinen Eltern beaufsichtigt werden, denn das nervt gewaltig. Das eigene Leben leben - so sehen seine Wünsche aus.
Doch dazu ist etwas Geld erforderlich. Ohne Moneten geht nichts und die gilt es erstmals zu verdienen. Wenn der Nachwuchs Glück hat, finanzieren ihm die Eltern sein Studium. Dann muss er sich um das Finanzielle keine Sorgen mehr machen. Aber dies tun die wenigstens Eltern und so gilt es, sich einen Nebenjob zu suchen. Das ist leichter gesagt als getan. Eine hohe Konkurrenz macht die Suche zu einem wahren Hexenritt und nicht viele werden von ihrem Besen geworfen. Nach einem Jahr betteln sie ihre Eltern an, wieder in das idyllische Zuhause einziehen zu dürfen. Doch da muss der Sohn durch und nach einem Jahr sind alle Probleme Geschichte. Nur der erste Abschnitt ist schwer, danach läuft alles viel leichter. Beim Auszug sollten einige Punkte beachtet werden. Es muss genügend Kleidung mitgenommen werden, man sollte an persönlichen Gegenständen nicht sparen. Viele junge Erwachsene machen den Fehler und richten ihre neue Wohnung nicht individuell genug ein. Daraufhin stehen die neuen Stühle lieblos in der Ecke herum und machen einen traurigen Eindruck. Kein Wunder, wenn sich in so einer Wohnung niemand wohlfühlen kann und nur noch nach Hause will.
Achtung Stolpersteine
Die Welt ohne Eltern hat viele Stolpersteine, an denen sich Jugendliche verletzen können. Zwar gibt es einige Teenager, die schon mit 17 alleine wohnen, doch dabei handelt es sich um absolute Ausnahmen. Viele Jugendliche können kaum von daheim loslassen und werden gezwungen, in einer fremden Stadt studieren zu gehen. Sofas oder aber auch Ecksofas müssen transportiert werden, es fallen hohe Kosten an. Die Einrichtung des Zimmer verschlingt ein halbes Vermögen.
Sie fangen an, ihre Freunde zu vermissen. Oft handelt es sich um Teenager, die nicht kommunikativ sind. Sie haben niemals fremde Leute angesprochen und hatten in ihrem Dorf einen festen sozialen Kreis. Manche Erwachsene finden sich in ihrem neuen Leben schnell zurecht und schließen viele Freundschaften, doch andere gehen in der fremden Welt unter. Sie denken nur noch daran, wann endlich Semesterferien sind. Im Internet chatten sie ausschließlich mit ihren alten Freunden.