Generation X - Das war wohl nix
Die Spanier gehen gerade auf die Straße: gegen die Politiker, gegen Korruption und für eine echte Demokratie! Lobenswert, dass die Menschen sich für das einsetzen, was sie wollen und gegen die ungerechte Behandlung. In Deutschland spielen die Politiker gerade mit den Wirtschaftszahlen um zu zeigen, dass es sehr gut möglich ist, ein weiteres Rettungspaket in Milliardenhöhe in andere Länder zu schicken, die genauso wenig wissen, wie man mit Geld umgeht. Die deutsche Wirtschaft kann das tragen. Austragen! Und zwar auf dem Rücken der Arbeitnehmer! Und was tun die Deutschen dagegen? Sie sitzen katatonisch auf der Couch und schauen verwundert, was die Südländer da so alles treiben. Und während die Arbeiter und Angestellten heute bereits schwer zu tragen haben an ihrer Last, kann die nächste Generation nur hilflos zusehen, wie der Schuldenberg wächst.
Als der Euro eingeführt wurde stellte man Regeln auf, die ein Land befolgen müsse, um in die Währungsunion aufgenommen zu werden. Schade nur, dass niemand die neuen Länder prüfte, als sie in die Union aufgenommen wurden. Jetzt stehen drei der fünf sogenannten PIGS-Staaten (Portugal, Irland/Italien, Griechenland und Spanien) vor dem Staatsbankrott und brauchen Hilfe. Da sind sie nicht die Einzigen. Die braucht man hierzulande auch. Macht man einmal eine Bestandsaufnahme, dann kommt das Erbe, welches wir der nächsten Generation hinterlassen, einem hoffnungslosem Chaos gleich. Arbeiten wir uns durch die Altersklassen nach oben und Sie werden sehen, wo es überall hakt.
Beginnen wir bei den Babys. Schon ein sehr kritischer Punkt, denn es gibt einfach nicht genügend! Die Geburtenraten sind zu niedrig, weil die meisten sich finanziell nicht genügend gesichert fühlen. Schön, dass dann auch noch ein Politiker das Elterngeld bezweifelt. Außerdem gibt es nicht genügend Krippenplätze und es werden auch nicht alle Kinder geimpft, weswegen jetzt die Masern wieder auftreten. Für Kleinkinder gibt es auch nicht genügend Platz und vor allem für Kinder von Ausländern wird nicht genügend Sprachunterricht in Anspruch genommen. So kommen diese mit schlechtem Deutsch in die Schule. Dort gibt es die nächsten Probleme. Seit Jahrzehnten wird ein einheitliches Schulsystem und gleiche Lehrpläne gefordert, die es jedoch immer noch nicht gibt. Außerdem sind die Abbrecherquoten für den Hauptschulabschluss mit 8% unter Deutschen und 16% unter Emigranten zu hoch. Nach der Schule muss man sich eine Ausbildung oder einen Studienplatz suchen. Beides ist knapp oder wird aufgrund der Fachrichtung überhaupt nicht gewollt. Die Finanzierung der Ausbildung ist ein weiteres Problem, denn wie das Bafög-Amt rechnet, hängt anscheinend vom Wetter ab. Ist man dann doch qualifiziert, heißt das noch lange nicht, dass man eine Stelle bekommt. Entweder gar nicht oder schlecht bezahlte Praktika, Arbeitslosigkeit oder ins Ausland gehen. Denn im Ausland sind Deutsche sehr gern gesehen, da sie eine vorbildliche Arbeitsmoral und breites Fachwissen vorweisen können. Was am kompliziertem Bachelor und Master liegt, der fast einem Drittel aller Studenten das Genick bricht.
Und der Arbeitsmarkt ist auch nicht rosig. Die Gier regiert. Medikamente und technischer Fortschritt werden mit Absicht zurückgehalten, da sie Gewinneinbrüche mit sich bringen würden. Die Arbeitslosigkeit wird künstlich heruntergerechnet, in dem die Menschen abgezogen werden, die zumindest auf 400 € Basis arbeiten. Dabei kann man davon nicht einmal ansatzweise leben, in einem Land in dem fast wöchentlich die Lebensmittelpreise um 10% steigen. Hat man sich dann doch bis ins Rentenalter durchgeschlagen, muss man sich mit teuren Krankenkassen und mickriger Rente abfinden. In Deutschland ist nicht einmal mehr der Tod umsonst. Es liegt viel Arbeit vor der nächsten Generation. Es erscheint wie ein unüberwindbarer Berg. Wir können ihnen nur wünschen, dass sie aus unseren Fehlern lernen. Denn wie schon die Indianer sagten: Geld kann man nicht essen.